Mrz 23, 2020
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In der Corona Krise zeigt sich was die NATO , Banken und der Kapitalismus wert ist.

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In der Corona Krise zeigt sich was die NATO , Banken und die Privatisierung durch den Kapitalismus wert ist.

Auf ein Neues!

Es fand jedes Mal de facto ein Blasentransfer statt, bei dem die Maßnahmen, die die wirtschaftlichen Folgen der geplatzten Immobilienblasen bekämpften (Nullzinsen und Gelddruckerei), den Boden bereiteten für die nächste, noch größere Blasenbildung. Die expansive Geldpolitik der Notenbanken nach 2008 hat somit die Ausformung einer gigantischen Liquiditätsblase ermöglicht, was die Grundlage der scheinbar stabilen wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Dekade bildete.

Das spätkapitalistische Weltsystem ist somit weiterhin von einer Finanzblasenbildung erfasst, es befindet sich eigentlich seit dem Durchmarsch des Neoliberalismus und der damit einhergehenden “Finanzialisierung” des Kapitalismus in einer beständig anwachsenden Blasenökonomie, mit der die Schuldenberge generiert werden, die eine hyperproduktive Warenproduktion mittels kreditfinanzierter Nachfrage überhaupt am Laufen halten. (Siehe hierzu auch: Die Krise kurz erklärt.)

Diese systemische Krise der Kapitals – begriffen als ein sich schubweise entfaltender historischer Prozess zunehmender innerer Widerspruchsentfaltung – ist somit nie überwunden worden (eine Überblicksdarstellung des historischen Krisenprozesses findet sich hier, hier und hier).

Letztendlich droht nun – ausgelöst durch den äußeren Schock der Pandemie – dieser fragile Schuldenturmbau auf den Weltfinanzmärkten zusammenzubrechen, was einen abermaligen, noch stärkeren Krisenschub auslösen würde. Das labile System, das in den vergangenen neoliberalen Dekaden einen gigantischen Schuldenberg errichtet hat, verträgt externe Erschütterungen kaum noch, es wird immer instabiler.

Die dramatischen Maßnahmen der Politik sind folglich aus der Perspektive einer bloßen binnenkapitalistischen Krisenverwaltung konsequent und der Dynamik der drohenden sozioökonomischen Verwerfungen angemessen – obwohl keineswegs klar ist, ob selbst die schärfsten Notmaßnahmen noch die Krisendynamik abfangen können.

Tatsächlich müssen beispielsweise die Banken mit Milliarden “gerettet” werden. Dies ist die Lehre des Desasters um die Pleite von Lehman Brothers, als die Administration von George W. Bush sich entschied, an einer Großbank, die sich beim fröhlichen Spekulieren mit Hypothekenverbriefungen verzockt hatte, ein Exempel zu statuieren und sie bewusst pleitegehen zu lassen – was ein Einfrieren der Weltfinanzmärkte und den dramatischen Wirtschaftseinbruch von 2009 zur Folge hatte, die eben durch die Nullzinspolitik und die Gelddruckerei der Notenbanken abgefangen werden konnten, mit denen eben die Grundlage für die besagte Liquiditätsblase gelegt wurde, die nun zu platzen droht.

 

 

 

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